Mehr Sperma

Mehr Sperma produzieren und somit mehr Ejakulat den Frauen ins Gesicht spritzen

Hast du den Eindruck, dass deine Hoden zu wenig Sperma bilden? Bist du dadurch um deine Fortpflanzungsfähigkeit besorgt? Um eines von vorneherein aus dem Weg zu räumen: Quantität ist nicht gleich Qualität. In Sperma sind durchschnittlich bloß 0,5 % Spermien, also zeugungsfähige Bestandteile, enthalten. Der Rest besteht aus Samenflüssigkeit, die lediglich als Trägerstoff dient. Ob dein Körper tatsächlich zu wenig Sperma bildet, welches Ursachen dies haben kann und wie du deine Spermaproduktion steigern kannst, erfährst du in diesem Artikel!

 

Durchschnittliche Menge an Sperma

Im Schnitt stößt ein gesunder Mann zwischen 2 und 6 Millilitern Sperma bei der Ejakulation aus. Das entspricht in etwa einem Teelöffel. Erstaunt? Viele Männer haben durch den Konsum von Pornofilmen falsche Erwartungen an ihre Ejakulation. Tatsächlich ist die Menge des Ejakulats von Pornodarstellern erheblich größer als die des Durchschnittsmannes, was diese durch eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur und mehrere Pausen beim Koitus herbeiführen. Solltest du immer noch davon überzeugt sein zu wenig Sperma zu produzieren, kann dies eine Vielzahl an Gründen haben.

Ursachen einer verringerten Spermaproduktion

1. Stress

Dass Stress der Gesundheit schadet und ein wahrer Lustkiller ist, weißt du vermutlich bereits. Doch ist dir bewusst, in welchem Ausmaß Stress deine Sperma-Qualität beeinflusst? Wie die „Environment and Reproduction Study“ in Oakland bewies, sinkt die Konzentration beweglicher Spermien bei gestressten Männern erheblich. Dies lässt sich damit erklären, dass unter Stress bestimmte Steroide freigesetzt werden, die den Testosteron-Spiegel beträchtlich senken und somit die Spermienproduktion hemmen.

2. Nikotin und Alkohol

Um es hier noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Nikotin ist eines der stärksten, natürlich vorkommenden Nervengifte! In einer Studie der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg wurde untersucht, wie sich Nikotin auf die Spermaqualität auswirkt. Anhand des Abbauprodukts Cotin im Ejakulat von Rauchern konnte nachgewiesen werden, dass Nikotin die Stabilität und Beweglichkeit der Spermien beträchtlich mindert. Außerdem fällt die Gesamtzahl der Spermien im Raucher-Ejakulat deutlich geringer aus als die Menge bei Nichtrauchern. Zu guter Letzt stellte sich heraus, dass Nikotin die Eiweißstruktur in den Samenzellen verändert, was zu DNA-Schäden und einer gestörten Entwicklung der Spermien führt.
Bisher gingen Forscher davon aus, dass Alkohol in Maßen Spermien recht wenig zusetzt, doch eine Studie der University of Southern Denmark, der Universität von Kopenhagen, beweist nun das Gegenteil: Selbst in geringen Maßen hat Alkohol eine direkte Wirkung auf die Spermienqualität, da er sich auf den Hormonhaushalt auswirkt und den Blutzucker verändert. Sollten Sie also aktuell einen Kinderwunsch haben, wäre eine zeitlich begrenzte Abstinenz nicht verkehrt.

3. Fahrradfahren

Unglaublich aber wahr: Auch häufiges Fahrradfahren wirkt sich negativ auf die Sperma-Produktion aus und kann auf lange Sicht zu Impotenz und Erektionsproblemen führen. Die Reibung, die beim Fahrradfahren auf dem Sattel entsteht, überhitzt die Hoden, was kurzzeitig zu einer Senkung ihrer Aktivität führt. Solltest du auf das Radeln nicht verzichten können, so kaufe dir einen besonders breiten Sattel. Dieser verringert die Gefahr der Impotenz, welche von Durchblutungsstörungen und daraus resultierenden Nervenschäden verursacht wird.

4. Vergrößerte Prostata

Besonders im fortschreitenden Alter solltest du regelmäßig beim Urologen zur Routineuntersuchung vorbeischauen. Eine vergrößerte Prostata entsteht nicht von heute auf morgen und bleibt daher für die Betroffenen oft unbemerkt. Fakt ist, dass eine vergrößerte Prostata die Harnröhre blockieren und somit den Samenerguss beeinträchtigen kann. Dadurch staut sich das Ejakulat und kann nicht richtig abfließen.

5. Entzündung der Nebenhoden

6. Hodenhochstand

Hierbei handelt es sich um eine angeborene, anatomische Lagestörung der Hoden, welche statt außerhalb des Körpers zu liegen, bei der Genitalentwicklung im Bauchraum verblieben sind. Die hormonelle Therapie muss sofort erfolgen, da die Fehlstellung der Hoden zum einen die Gefahr der Torsion mit sich bringt (Verdrehung der Hoden und Quetschung der Samenleiter, die zu Durchblutungsstörungen bis zum Absterben von Gewebe führen) und zum anderen die der Impotenz. Falls du als Baby operiert oder hormonell gegen Hodenhochstand behandelt worden bist, solltest du im Erwachsenenalter untersuchen lassen, ob du von deiner früheren Fehlstellung bleibende Schäden davongetragen hast.

7. Zu hohe Hodentemperatur

Ähnlich wie bei Punkt 2 schaden Reibung und wärmestauende Textilien deinen Hoden. Vermeide daher beengende, synthetische Unterwäsche. Außerdem solltest du dich nicht wundern, wenn dein Samenerguss nach einem langen, heißen Bad im Whirlpool mau ausfällt: auch hier stellen deine Hoden durch die erhöhte Betriebstemperatur die Sperma-Produktion kurzzeitig ein. Dieser Effekt ist jedoch reversibel und geht zurück, sobald sich die Hodentemperatur wieder normalisiert.

8. Zu häufiger Sex

Wer mehrmals täglich masturbiert oder Sex hat, dessen Hoden kommen mit der Spermaproduktion nicht nach. Eine Abstinenz von einem bis zwei Tagen kann die normale Spermamenge wiederherstellen. Zu lange Durststrecken wirken sich hingegen negativ auf die Spermaqualität aus.

9. Weniger Sperma infolge des Alterungsprozesses

Mit dem Alter und der langsam abnehmenden Libido sinkt auch auf natürliche Weise die Spermaproduktion. Dies hat mit dem veränderten Hormonhaushalt zutun und im schlimmsten Fall mit entzündlichen oder bösartigen Veränderungen der Prostata.

Maßnahmen zur Unterstützung der Spermaproduktion:

1. Trinke ausreichend Wasser!

Es mag banal klingen, doch wie eingangs erwähnt, besteht Ejakulat zum Großteil aus Wasser, darin gelösten Mineralien und einer winzigen Menge an Spermien. Wenn dein Körper nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist (mindestens 2 Liter am Tag!), wird er am ehesten an Stellen sparen, die nicht überlebensnotwendig sind – in diesem Fall an deinem Sperma! Da Alkohol harntreibend wirkt und den Körper somit zusätzlich entwässert, solltest du im Hinterkopf behalten, hinterher ausreichend Wasser zu trinken.

2. Rauche und trinke so wenig Alkohol wie möglich!

3. Baue Stress so gut wie möglich ab!

Hierfür eignen sich Meditation, Entspannungsübungen, Wellness und Sport besonders gut. Alles was den Sauerstofftransport und die Durchblutung ankurbelt, hilft der Zellteilung und somit auch der Bildung von Spermien. Ein weiterer häufig vernachlässigter Faktor für eine gewisse Stressimmunität ist ausreichender Schlaf: Mindestens 6, am besten jedoch 8 Stunden solltest du pro Nacht schlafen, damit sich dein Körper von den täglichen Strapazen erholt.

4. Achte auf eine ausgewogene Ernährung!

Baue genügend frisches Obst, Gemüse und rote Hülsenfrüchte in deine Ernährung ein. Die Vitamine A und E sowie die Spurenelemente Folsäure und Zink sind besonders wichtig für die gesunde Bildung von Spermien. Besonders hoch konzentriert findest du diese Nährstoffe in Granatäpfeln, ansonsten auch in Erdbeeren, Acerola und Johannisbeeren. An Gemüse sind Paprika, Rosenkohl und Grünkohl sowie Karotten und Fenchel sehr reich an Vitamin A.

Solltest du deinen Nährstoffbedarf über die Ernährung nicht decken können, kannst du Nahrungsergänzungsmittel probieren. Achte jedoch darauf Präparate mit Zink und Folsäure einzunehmen, da diese Studien zufolge bei 74% der als unfruchtbar klassifizierten Männer die Spermienproduktion erheblich erhöht haben. Da Spermien zu einem Teil auch aus Aminosäuren bestehen, erhöht die Einnahme von L-Arginin, L-Lysin sowie L-Carnitin ebenfalls die Spermienproduktion

5. Trainiere deine Beckenbodenmuskulatur!

Dies erreichst du am besten mit Kegelübungen. Abgesehen davon, dass diese vor Prostatakrebs sowie Inkontinenz schützen, wirken sie dem vorzeitigen Samenerguss entgegen und sorgen für längere Orgasmen. Lege dich hierfür auf den Rücken und ziehe die Beine an. Hebe anschließend dein Becken ohne dabei die Po-Muskeln anzuspannen. Wenn du möchtest, kannst du dabei deinen Damm, also den Bereich zwischen Hoden und Anus, anfassen und prüfen, wie sich der Bereich unter Anspannung verändert. Mittlerweile gibt es auch eine Fülle an Literatur und Trainingsanleitungen im Internet!

6. Masturbiere nicht zu häufig!

Ein Mal täglich Hand anlegen, sollte reichen. Ansonsten riskierst du am Abend eine geringe Menge an Sperma.

7. Senke die Umgebungstemperatur deiner Hoden!

Dies erreichst du, indem du darauf achtest die Beine nicht zu überschlagen, beengende Boxershorts, warme Bäder sowie lange Fahrradtouren vermeidest.

8. Lege Pausen beim Sex ein!

Pornodarsteller legen während des Drehs mehrere Pausen kurz vor dem Höhepunkt ein. Als Zuschauer siehst du diese Sequenzen nicht, da sie rausgeschnitten werden. Tatsächlich bewirken mehrere Unterbrechungen kurz vor dem Orgasmus eine höhere Produktion an Sperma und einen ordentlichen Samenstau. Versuche deinen Höhepunkt also so oft wie möglich hinauszuzögern! Wenn du dann noch eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur hast, wird dein Ejakulat mit einem gesunden Druck aus der Harnröhre schießen.

9. Probiere Prostata- und Hodenmassagen!

Prostatamassagen senken nicht nur das Prostatakrebs-Risiko, sondern erhöhen auch erheblich die Durchblutung in den Hoden. Dies sorgt dafür, dass der Stoffwechsel optimal funktioniert und die Spermaproduktion angekurbelt wird. Viele Männer halten die Prostatamassage für „schwul“ und „unangenehm“, doch das muss nicht sein. Im Gegenteil – mit der geeigneten Partnerin wird die Prostatamassage als sehr wohltuend und lustvoll empfunden. Am besten funktioniert die Prostatamassage während eines Blow- oder eines Handjobs. Dabei befeuchtet sich deine Partnerin ihren Zeigefinger mit ausreichend Gleitmittel und führt ihn während du entspannt deinen Blowjob genießt in deinen Anus ein. Anschließend ahmt sie mit ihrem Finger eine „Komm her!“-Bewegung nach, um deine Prostata zu stimulieren. Mit ihrer anderen Hand kann sie deine Hoden kreisförmig massieren, was ebenfalls luststeigernd und durchblutungsfördernd wirkt. Falls du die Prostatamassage allein ausprobieren möchtest, kannst du dies auch mit einem Prostata-Stimulator aus dem Erotikshop tun.

10. Solltest du diese Tipps befolgt haben und dennoch keine spürbare Veränderung in der Menge deines Spermas feststellen, wäre es an der Zeit einen Urologen aufzusuchen. Dieser kann dir durch eine Tastuntersuchung Auskunft über eventuelle anatomisch bedingte Funktionsstörungen geben sowie dein Ejakulat auf seine Quantität und Qualität untersuchen. Weiterhin kann ein Bluttest darüber Auskunft geben, ob du unter Nährstoffmangel leidest und bestimmen, ob deine geringe Sperma-Produktion hormonell bedingt ist.