Sex Fetische

Die beliebtesten Sex-Fetische von deutschen Frauen und Männern

Das Bekenntnis zu einem Fetisch ist in der heutigen modernen Gesellschaft schon lange kein Tabu mehr, sondern wird inzwischen immer häufiger als Ausdruck der individuellen Persönlichkeit wahrgenommen. Viele Menschen bekennen sich offen zu ihren sexuellen Neigungen und leben diese längst nicht mehr nur im Verborgenen aus. Aber was genau ist eigentlich ein Fetisch? Laut Definition ist der sexuelle Fetischismus das Verlangen nach einem bestimmten Objekt, Körperteil oder Material, um sexuell stimuliert, sprich geil, zu werden.

Streng genommen sind manche Fetische eher sexuelle Neigungen als ein echter Fetisch, denn nicht immer muss das bevorzugte Objekt der Begierde unbedingt und zwangsläufig mit ins Sexspiel eingebracht werden, um sexuelle Erregung auszulösen, wie es bei einem echten Fetisch per Definition gegeben ist. Aber die Grauzone der sexuellen Spielarten ist groß und einige Vorlieben sind so weit verbreitet, dass sie gemeinhin als Fetisch bezeichnet werden.

Im Grunde kann nahezu alles zu einem Fetisch werden, das hängt ganz von den individuellen Präferenzen und Gelüsten ab. Die Lust an einem Fetisch ist in der Regel vollkommen harmlos, solange niemand Schaden nimmt oder mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Es kann jedoch manchmal zu Schwierigkeiten im Sexualleben kommen, wenn der Fetisch grundsätzlich notwendig ist, um sexuelle Erregung hervorzurufen. Im Extremfall kann die Neigung dem Aufbau echter Intimität mit einer anderen Person gänzlich im Wege stehen. Die meisten Menschen mit einer sexuellen Obsession sind jedoch mit ihrer Neigung im Reinen und leben die Lust an ihrem Fetisch allein für sich oder zusammen mit anderen, ähnlich ausgerichteten Personen aus. In Zeiten des Internets ist es gerade für spezielle Neigungen und Wünsche erheblich leichter geworden, Gleichgesinnte zu finden und seine individuell bevorzugten Sexwünsche auszuleben.

Was sind also die beliebtesten Fetische?

Hier die Top 10:

10. Adult Baby

Adult babies sind gerne wieder Baby. Sie haben Spaß und Lust daran, ganz oder teilweise wieder zurück in die frühkindliche Phase zu gehen, Säugling oder Kleinkind zu sein, Windeln zu tragen, gefüttert zu werden, aus Babyfläschchen zu trinken, einen Schnuller zu nehmen, Strampelanzüge und Babykleidung zu tragen, zu krabbeln und in Babysprache zu sprechen. Viele Liebhaber dieser Spielart lieben den Aspekt, umsorgt zu werden, um so Aufmerksamkeit zu erlangen oder ihrer Alltagsverantwortung zu entfliehen. Manchmal spielt das Material und das Tragen und Nutzen von Windeln eine besondere Rolle bei der Lustgewinnung, der sogenannte Windelfetisch.

9. Swinger und Gruppensex

Swinger sind zumeist verheiratete oder gebundene Paare, die mit dem vollen Einverständnis des jeweiligen Partners Spaß am Sex mit anderen Paaren oder Einzelpersonen genießen. Häufig wird der Wunsch nach Gruppensex vom Mann an die Frau herangetragen, nach Studien in über 75 Prozent der Fälle. Diese besondere Neigung bringt verschiedene Herausforderungen mit in eine Beziehung, vor allem in Bezug auf Vertrauen, Eifersucht und manchmal Probleme mit einem niedrigen Selbstwertgefühl. Manche Paare berichten jedoch, dass Gruppensex genau das Gegenteil bei Ihnen bewirkt, das Selbstwertgefühl der Frau stärkt , der Ehemann seine Frau in völlig neuem Licht sieht und die gegenseitige Hingabe verstärkt wird. Das hängt sehr vom jeweiligen Paar und seinen Gründen für die Teilnahme an Gruppensex ab. Es gibt aber auch Gruppensex, bei denen nicht unbedingt gebundene Paare eine Rolle spielen, sondern sich einfach mehrere Personen zum einvernehmlichen Sex verabreden. Swingerclubs und Gruppensexparties sowie Internetforen für Interessierte vereinfachen die Suche nach Gleichgesinnten, um gemeinsam Spaß zu haben.

8. Natursekt / Wassersport

Das sexuelle Interesse an Urin, Undinismus oder Urophilie genannt, ist ein weit verbreiteterer Fetisch, als man glaubt. Hierbei erregt der Kontakt oder der Geruch von Urin sexuelle Erregung. Manchmal beinhaltet das auch das Baden in Natursekt oder Trinken von Urin. Gängige Praktiken von Natursekt-Liebhabern sind das eigene Einnässen oder das Beobachten anderer Personen beim Urinieren, nackt oder auch vollkommen bekleidet. Auch das Anpinkeln anderer oder selbst andere anzupinkeln, kann sexuelle Lust hervorrufen. Dann ist die Rede vom „Golden Shower“. Auch der Wunsch, in der Öffentlichkeit zu urinieren oder andere dabei zu beobachten, kann Teil dieser Spielart sein. Sich auf andere oder vor anderen zu erleichtern, kann den Wunsch nach Kontrolle oder Demütigung, Hilflosigkeit oder Rückfall in die Kindheit beinhalten, in jedem Fall ist es oft ein Spiel von Macht und Dominanz gegenüber Hingabe und Unterwerfung. Auch der Bestrafungsaspekt kann eine Rolle spielen.

7. Cross-Dressing

Menschen, die gerne in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen und sich dementsprechend anziehen und stylen, nennt man Cross-Dresser. Dieser Fetisch ist sehr weit verbreitet und findet sich besonders häufig unter hetero- oder homosexuellen Männern. Es gibt viele Gründe für den Wunsch, in die Rolle des anderen Geschlechts zu schlüpfen. Manchmal ist es das Gefühl, nicht zu dem Geschlecht zu gehören, in das man hineingeboren wurde. Manchmal ist es aber auch nur der Reiz, das „Verbotene“ zu tragen, also Kleidung, die dem anderen Geschlecht zugeschrieben wird. Manchen macht es aber auch einfach nur Spaß, sich in der Mode nicht von den gesellschaftlichen Vorgaben einschränken zu lassen. Cross-Dresser, Transsexuelle und Transgender haben in den letzten 10 – 15 Jahren verstärkt den Weg in die Öffentlichkeit gefunden und werden deutlich stärker wahrgenommen und akzeptiert als früher. Während es für die einen eine echte Identitätsfrage darstellt, ist es für andere doch nur ein reiner Fetisch, verbunden mit der Lust am Tragen bestimmter, geschlechtspezifischer Kleidungsstücke und Materialien wie Nylons, High Heels oder Damenunterwäsche oder auch das Tragen von Make-Up oder femininer Frisuren.

6. Fußfetisch

Der Fußfetischismus ist überraschend weit verbreitet. Es ist der gängigste Fetisch von allen nicht-genitalen Körperteilen und nicht-seuellen Objekten. Sigmund Freud stellte die Theorie auf, dass Menschen sich von Füßen angetörnt fühlen, weil sie einem männlichen Penis ähneln. Nichtsdestotrotz sind etwa 90 Prozent aller Fußliebhaber männlichen Geschlechts. Die Anziehung kann den einzelnen oder mehrere Füße allein betreffen, aber auch spezielle Fußbekleidung wie Strümpfe, Schuhe oder Socken. Füße sind definitiv sehr gut vernetzt mit unserem Gehirn und gelten, wie viele andere Körperstellen auch, durchaus als erogene Zone. Manche Fußliebhaber betrachten oder berühren gerne andere Füße, wichsen darauf oder lassen es sich selbst mit Füßen machen. Auch das Lecken und Saugen an den Zehen kann als lustvoll empfunden werden.

5. Spanking

Das Verhauen oder Verhauen werden, wird als Spanking bezeichnet. Manche Menschen empfinden sexuelle Stimulanz durch das Gefühl von Schmerz. Der Hintern ist eine erogene Zone und so entsteht für Spanking-Liebhaber durch die richtige Anwendung von Schlagkraft und Frequenz eine starke Erregung. Auch psychologische Aspekte spielen beim Spanking eine Rolle. Hier geht es ebenfalls um Macht und Unterwerfung, um den Akt der Bestrafung, um den Wunsch nach Zuwendung und Liebe oder die Rückkehr in die Kindheit. In der Verteilung der Rollen in den aktiven und den passiven Part erhält der Schlagende die völlige Kontrolle, während der Geschlagene jede Kontrolle abgibt. Zumeist erfolgen die Schläge auf den bekleideten oder unbekleideten Po, manchmal aber auch auf andere Körperregionen wie Oberschenkel, Rücken oder Geschlechtsteile. Geschlagen wird entweder mit der flachen Hand oder mit Gegenständen wie Peitschen, Rohrstöcke, Teppichklopfer, Paddles oder anderem.

4. Voyeurismus / Exhibitionismus

Nach Angaben von Wissenschaftlern des Carolina Instituts empfindet eine von drei Personen Lust dabei, anderen beim Sex zuzuschauen oder sich selbst in der Öffentlichkeit zu entblößen. Studien zeigen, dass Männer voyeuristischer ausgeprägt sind als Frauen, was sich auch im Konsum der Pornounterhaltung wiederspiegelt: 80 Prozent der Zuschauer sind männlich. Das Beobachten von sexuellen Handlungen anderer Personen ist für den Voyeur sehr erregend und sexuell stimulierend. Ein besonderer Kick kann hierbei die Heimlichkeit, das Verbotene oder die Zufälligkeit der Situation sein. Exhibitionisten hingegen zeigen sich selbst gern ganz oder teilweise entblößt oder beim Sex in der Öffentlichkeit. Sie lieben es, angeschaut und beobachtet zu werden und empfinden dabei sexuelle Erregung. Viele Menschen haben heutzutage kein Problem mehr damit, sich leicht bekleidet oder nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen, aber für manche ist und bleibt es eine besonders erregende Situation. Dabei spielt der Reiz des Verbotenen oft eine große Rolle, denn das Zeigen von Geschlechtsteilen und Sex in der Öffentlichkeit sind gesetzeswidrig. Gerade das bereitet manchen Exhibitionisten die größte Lust und bringt sie damit in einen Bereich der rechtlichen Grauzone, die tunlichst nicht überschritten werden sollte. Dennoch bieten sich auch für Voyeuristen und Exhibitionisten inzwischen eine Vielzahl von Clubs und geschützten Räumen, in denen sie ihren Neigungen ungestraft nachkommen und wo sie ungehemmt ihren Spaß haben können.

3. Latex / Leder / Gummi

Die sexuelle Stimulanz durch das Tragen oder Berühren bestimmter Materialien ist einer der bekanntesten Fetische. Allein der Geruch oder die Geräusche solcher Materialien wie Leder, Latex oder Gummi können den Fetischisten bereits antörnen. Ob das Material der Begierde selbst getragen wird oder der Partner das Material beim Sexspiel trägt, ist individuell verschieden und abhängig von der jeweils bevorzugten Präferenz. Auch Nylon gehört zu sexuell stimulierenden Materialien. Besonders enge Anzüge und Kleidung können das gleiche Gefühl wie eine enge Fesselung, ähnlich dem Bondage, hervorrufen und als lustvoll empfunden werden. In einigen Fällen wird auch das Tragen von Gummi- oder Gasmasken als eine Spielart praktiziert. Auch hier ist das Gefühl der Einengung, das Eingeschlossensein, Teil des Fetischs. Bei dieser Variante besteht die Gefahr von eingeschränkter Sauerstoffzufuhr unter einer solchen Maske und sollte unbedingt mit Bedacht ausgeübt werden. Allgemein ist das Tragen von Latex oder Leder auch in der Öffentlichkeit inzwischen nicht mehr verpönt, die Modebranche hat sich an diese Vorliebe angepasst und stellt mittlerweile eine große Bandbreite an durchaus tragbarer Kleidung aus Leder und Latex her.

2. Rollenspiele

Sexuelle Rollenspiele sind seit jeher weit verbreitet innerhalb der sexuellen Spielarten. Hierbei schlüpfen ein oder mehrere Partner in verschiedenste Rollen innerhalb des gemeinsamen Sexspiels. Das kann nahezu jede erdenkliche sexuelle Phantasie beinhalten und kennt keine Grenzen. Der individuelle Wunsch des Einzelnen wird allein oder zu mehreren umgesetzt, ob an besonderen Orten, mit Hilfe von speziellen Kostümen oder durch Anwendung besonderer Hilfsmittel. Manchmal können auch Zuschauer Teil dieses Szenarios sein. Inzwischen können im Internet auch virtuell Rollenspiele gespielt und Phantasien ausgelebt werden. Das hat den Vorteil, einen gewissen Grad an Anonymität zu behalten, auch wenn es mit einem real ausgelebten Rollenspiel natürlich nicht zu vergleichen ist.

1. Dominanz und Unterwerfung

BDSM braucht man heutzutage eigentlich kaum noch erläutern. Durch Bücher und Medien hat dieser Fetisch-Bereich in den letzten Jahren geradezu einen Boom erlebt. Viele Menschen haben die Lust an Dominanz und Unterwerfung, an Bondage, Sadismus und Masochismus seither ausprobiert und Gefallen daran gefunden. Es ist beinahe eine Art Trend geworden. Per definition geht es beim BDSM darum, durch eine Reihe an Verhaltensweisen, Praktiken, Ritualen und Hilfsmitteln einem Individuum die Möglichkeit zu geben, Kontrolle über ein anderes Individuum zu erhalten. Umgekehrt gilt das für die Unterwerfung in Bezug auf den passiven Teil. Dazu gehört ein großen Maß an Austausch und Konsens zwischen den beiden involvierten Personen. Dieses Machtgefälle kann sowohl zeitlich begrenzt als auch dauerhaft in den Alltag oder in das Sexleben eingebracht werden. Der Unterworfene tut in diesen Fällen, was der Dominante von ihm verlangt, alles jedoch im Rahmen zuvor festgelegter Regeln und Grenzen. BDSM hat eine sehr große Bandbreite, was die Intensität der Neigung angeht, und reicht von flauschigen Handschellen und zarten Fesselungsbändern bis hin zu Käfigen und regelrechten Folterinstrumenten. Der wichtigste Teil, um diese Neigung befriedigend und glücklich auszuleben, ist das Gespräch und die Einigung mit dem jeweiligen Partner sowie die strikte Einhaltung individueller Grenzen.